Das ABC des Wanderreitens

Alles, was man rund ums Wanderreiten wissen sollte: Grundwissen, Praxistipps und wichtige Hintergrundinformationen für die Planung, Vorbereitung und Durchführung eines Wanderritts – von A bis Z.

A – von Alter bis Ausrüstung


Alter des Wanderreitpferdes

Für das Wanderreitpferd wird ein Mindestalter von sechs bis acht Jahren empfohlen. In diesem Alter haben die meisten Pferde ausreichend Muskulatur und Kondition entwickelt, sind ausgewachsen und haben bereits einige Erfahrung unter dem Reiter und im Gelände gesammelt. Eine entsprechende Ausbildung des Pferdes wird vorausgesetzt (siehe auch Ausbildung).

Anbinden

Das Anbinden des Pferdes gehört bei einem Tages- und Wanderritt zur Tagesordnung. Niemals sollte man sein Pferd an der Trense anbinden, erschrickt sich das Pferd, kann dies zu schweren Verletzungen führen. Auch die dünnen Schnurhalfter sind nicht zum anbinden geeignet! Am sichersten ist ein stabiles Stallhalfter, manche Pferde kann man auch an einen Halsriemen gewöhnen. Ist kein Anbindebalken vorhanden, sucht man sich am besten zwei kräftige Bäume, um ein Hochseil zu spannen. Geeignet sind auch einzelne kräftige Bäume oder fest verankerte Pfähle. Nicht geeignet sind alle beweglichen Gegenstände, wie z. B. abgekoppelte Pferdehänger, landwirtschaftliche Geräte oder Sitzbänke.

Anfänger

Ein Wanderritt gehört für viele Reiter*innen auf die Bucket List. Am liebsten natürlich mit dem eigenen Pferd, denn nichts verbindet mehr, als die vielen gemeinsamen Stunden und Erlebnisse draußen in der Natur. Damit das Abenteuer Wanderreiten gelingt, ist eine gute Vorbereitung wichtig. Dazu gehören neben Konditions- und Gelassenheitstraining mit dem Pferd auch die Tourenplanung, das Wissen um das richtige Verhalten in bestimmten Situationen, der Umgang mit Karte und GPS und vieles mehr. Am besten startet man mit kleineren Ausflügen rund um den eigenen Stall, mit wachsender Erfahrung können die Touren länger und schwieriger werden. Sehr gut geeignet für Anfänger sind fertig ausgearbeitete Tourenvorschläge, die viele regionale Wanderreit-Organisationen anbieten. Bevor Du das erste Mal auf Tour gehst, lies am besten diesen Beitrag mit Tipps für Anfänger im Wanderreiten.

Ankunft

Kurz vor der Ankunft steigt man ab und führt das Pferd. Der Sattelgurt wird etwas gelockert. Bei Ankunft am Quartier wird das Pferd angebunden, schwere Gepäckstücke werden abgenommen und die Kruppe gegebenenfalls eingedeckt. Abgesattelt wird erst später! Biete Deinem Pferd etwas zu trinken an und sichte zunächst den Paddock oder die Wiese, wo das Pferd die Nacht verbringen soll. Erst danach wird abgesattelt und das Pferd in seine Unterkunft gebracht, wo es sich möglicherweise ausgiebig wälzen möchte. Nun kann es sich ausruhen, während die Reiter ihr Quartier beziehen. Kraftfutter wird erst später gefüttert! (siehe auch Fütterung)

Ausbildung

Ein Wanderreitpferd braucht eine gute Grundausbildung. Dazu gehört neben Trittsicherheit und Verkehrssicherheit auch eine gute Gymnastizierung. Das ideale Wanderreitpferd ist durchlässig, reagiert auf feine Hilfen und trägt sich selbst. Es ist zügelunabhängig in allen Gangarten zu reiten und hält über längere Strecken ein gleichmäßiges Grundtempo. Lies dazu auch diesen Beitrag zur Ausbildung des Wanderreitpferdes.

Ausrüstung

Die Ausrüstung des Wanderreiters sollte erprobt und robust sein. Eine goldene Regel beim Wanderreiten lautet: Verwende niemals etwas Neues bei einem Wanderritt! Das gilt sowohl für die Ausrüstung des Pferdes als auch des Reiters. Beschränke Dich immer auf ein Minimum, d. h. so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig.

B


Beschlag

Ob das Pferd beschlagen oder unbeschlagen geritten wird, bleibt natürlich dem Einzelnen überlassen. Zu bedenken ist jedoch, dass ein Wanderritt sehr hohe Ansprüche an die Hufe stellt: häufig wechselnde Bodenbeläge, lange Strecken über mehrere Tage, z. T. vielleicht auch längere Asphaltstrecken. Je nach Region und entsprechender Beschaffenheit der Wege ist ein Hufschutz auf jeden Fall empfehlenswert. In Frage kommen Hufschuhe, Kunststoff- oder Eisenbeschlag.

C

Campen

Wer die Nacht im Camp verbringen möchte, braucht einiges mehr an Ausrüstung. Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kochgeschirr etc. Ein Tross (siehe auch Tross) ist da sehr hilfreich. Wildes Zelten ist in Deutschland nicht grundsätzlich verboten, jedoch durch eine Vielzahl an Gesetzen geregelt. Im Zweifel sollte man sich bei der Gemeinde oder beim jeweiligen Grundbesitzer erkundigen. Im Wald gelten die Forst- und Waldgesetze der Länder; am besten wendet man sich an den jeweiligen Förster. Egal ob freie Landschaft oder im Wald, ein paar Verhaltensregeln sind Pflicht: u. a. kein offenes Feuer zu entzünden, keinen Müll zu hinterlassen, nichts zu beschädigen und niemanden zu stören.

D

Durst

Unterwegs sollte das Pferd immer wieder ausreichend mit Wasser versorgt werden. Ob das Pferd Gefahr läuft auszutrocknen, kannst Du am Zustand der Haut prüfen: Glättet sich eine am Hals des Pferdes gezogene Hautfalte nicht sofort, braucht das Pferd dringend Wasser. So weit sollte man es aber nicht kommen lassen. Wasser findet man z. B. an Friedhöfen, an Dorfbrunnen oder man fragt beim nächsten Haus oder Bauernhof. Aus Pfützen sollte man Pferde nicht unbedingt trinken lassen, denn hier können sich Schadstoffe sammeln. Ausrüstungstipp: Praktisch ist ein leichter Falteimer, mit dem Du auch aus für das Pferd schwer zugänglichen Bächen oder Flüssen und an jedem Zapfhahn Wasser für Dein Pony holen kannst.

E – von Etappenlänge bis Erste Hilfe


Etappenlänge

Die Länge einer Tagesetappe hängt vom Trainingszustand des Pferdes, vom Gelände und von der Lust und Laune des Reiters ab. Im Schritt legen die meisten Pferde ca. 5 Kilometer pro Stunde zurück. Bei einem Tagespensum von 25 Kilometern bedeutet dies also eine reine Reitzeit von fünf Stunden. Hinzu kommen kürzere und längere Pausen. Auch ein Verreiten muss einkalkuliert werden. Generell empfiehlt es sich, mit kürzeren Etappen von 15 bis 20 Kilometern Länge zu beginnen und dann langsam zu steigern.

Erste Hilfe

Wenn ein Notfall eintritt, wird zuerst ein Notruf abgesetzt. Dann wird zuerst am Menschen, dann am Pferd erste Hilfe geleistet. In jedes Wanderreitergepäck gehört eine Not-Apotheke (siehe auch Not-Apotheke). Es empfiehlt sich, regelmäßig seine Erste-Hilfe-Kenntnisse in einem Seminar aufzufrischen.

F


Fütterung

Was und wie viel man seinem Pferd füttert, ist sehr individuell. Bei einem Wanderritt sollte früh morgens, noch vor dem Frühstück gefüttert werden, sodass die Pferde vor dem Abritt noch ein bis zwei Stunden in Ruhe verdauen können. Während des Tages sollte man die Pferde immer wieder grasen lassen. Bei Ankunft im Quartier (siehe auch Ankunft) wird zunächst getränkt und evtl. ein wenig Rauhfutter gegeben. Kraftfutter sollte erst nach etwa ein bis zwei Stunden gefüttert werden, wenn sich der Kreislauf des Pferdes von den Anstrengungen des Tages erholt hat. Lies dazu auch diesen Beitrag zur Fütterung beim Wanderritt.

G – von Gewitter bis GPS


Gewitter

Wird man unterwegs von einem Gewitter überrascht, sollte man schnellstmöglich einen Unterstand suchen, z. B. eine Scheune, eine Grillhütte oder den nächstgelegenen Bauernhof. Ist kein Unterstand zu erreichen, sollte man hoch gelegene Punkte, das freie Feld, einzeln stehenden Bäume/Masten und Wasserflächen meiden. Besser sind Bodensenken und Vertiefungen oder dichter Wald. Sitze ab und hocke Dich auf den Boden, die Füße eng aneinander. Das Pferd kannst Du an einem langen Strick festhalten oder an einem Baum festbinden. In diesem Beitrag findest Du mehr Informationen über das richtige Verhalten bei Gewitter.

Gesetze

Das Reitrecht ist in Deutschland von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Erkundige Dich im Vorfeld Deines Wanderritts, welche Wege Du in dem entsprechenden Gebiet bereiten darfst und welche nicht und ob es eine Reitplakettenpflicht gibt. Für manche Regionen stehen auch Reitwegekarten zur Verfügung.

Giftpflanzen

Ein Wanderreiter sollte die für Pferde giftigen Pflanzen (er)kennen. Nur dann kann er die Weide oder die Wiese, auf der er sein Pferd grasen lässt oder unterstellt entsprechend prüfen oder im Ernstfall richtig reagieren.

GPS

Das GPS-Gerät ist auch für Wanderreiter ein hilfreiches und beliebtes Orientierungsmittel. Eine genaue Positionsbestimmung und die mögliche Rückverfolgung der Route sind nur zwei Vorteile der digitalen Navigation. Wer mag, kann auch ein bereits vorhandene Tour auf sein eigenes GPS-Gerät laden und diese nachreiten. Generell gilt: Auch wer ein GPS im Gepäck hat, sollte niemals auf die gute alte Papierkarte verzichten.

H


Hunde

Wer seinen Hund zum Wanderritt mitnehmen möchte, sollte sein Pferd unbedingt vorher daran gewöhnen haben. Außerdem sind auch für den Hund eine fundierte Grundausbildung und ein entsprechendes Konditionstraining notwendig. Ein Hund, der ständig jagt und nicht gehorcht, kann jeden Wanderritt zunichte machen. Überlege Dir auch, welche Ausrüstung (Futter, Pfotenschutz…) Du zusätzlich für den Hund einpacken musst und frage bei den Wanderreitstationen nach, ob Du Deinen Hund mitbringen darfst.

I


Impfung

Bei einem Wanderritt kommt Dein Pferd möglicherweise mit anderen Artgenossen in Kontakt. Stelle deshalb sicher, dass Dein Pferd über einen ausreichenden Impfschutz, wie z. B. Wundstarrkrampf, Influenza und Herpes verfügt. Manche Wanderreitstationen setzen bestimmte Impfungen der Gastpferde unbedingt voraus.

J


Jahreszeit

Die Hauptsaison für Wanderreiter sind die Frühjahrs-, Sommer- und Herbstmonate. Im Hochsommer können hohe Temperaturen und Insekten zur Plage werden. Denke daher unbedingt an Fliegenschutz und eine ausreichende Wasserversorgung für Dich und Dein Pferd. Im Herbst, wenn die Abende schon kühler werden, benötigt man evtl. mehr Bekleidungsstücke. In jedem Fall solltest Du der Jahreszeit und der Region entsprechend ausgerüstet zum Wanderritt starten.

K


Karte

Eine topographische Karte gehört in jedes Wanderreitergepäck. Geeignet sind Karten im Maßstab 1:25.000 oder 1:50.000. Häufig können Wanderkarten genutzt werden, da die Anforderungen eines Reiters denen eines Wanderers am ähnlichsten sind. Für mache Regionen sind auch Reitwegekarten erhältlich. Mache Dich unbedingt vor dem Wanderritt mit der Legende vertraut und übe das Karten lesen in vertrauten Reitgebieten. Als zusätzliches Orientierungshilfsmittel kann ein GPS mitgeführt werden (siehe auch GPS). Lies dazu auch diesen Beitrag zum Umgang mit Karte und Kompass.

L


Laufen

Ein Wanderritt heißt nicht umsonst Wanderritt. Alle ein bis zwei Stunden sollte man sich vom Pferd schwingen und ca. 10 bis 15 Minuten marschieren. Gleiches gilt für extrem steile Bergauf- und Bergabstrecken. Vor allem bergab schont dies die Gelenke des Pferdes.

M


Mittagspause

Nach etwa 2/3 der Strecke oder während der heißesten Zeit des Tages empfiehlt es sich, eine längere Mittagspause von bis zu zwei Stunden einzulegen. Zuerst lässt man die Pferde etwas grasen, danach bindet man sie an (siehe auch anbinden) und lässt sie dann in Ruhe. Ein erfahrenes Wanderreitpferd hat gelernt, während der Pause angebunden zu entspannen und zu dösen. Man selbst kann sich das mitgebrachte Satteltaschenpicknick schmecken lassen, die Ausrüstung checken und sich auf der Karte den nächsten Streckenabschnitt einprägen. Absatteln sollte man das Pferd wenn überhaupt, dann nur bei wirklich langen Pausen von deutlich mehr als einer Stunde. Bedenke, dass Du nach jedem Absatteln nicht nur die Sattellage wieder putzen musst – erst recht, wenn sich das Pferd in der Zwischenzeit gewälzt hat. Du musst außerdem das Gepäck wieder neu richten, die Satteldecke konnte u. U. in der Zwischenzeit nicht richtig trocknen, die Muskeln in der Sattellage des Pferdes sind ggfs. ausgekühlt. Es ist vielleicht ein bisschen vergleichbar mit dem Tragen von Wanderschuhen während einer langen Wanderung. Einmal ausgezogen, ist es meist kein großes Vergnügen, mit feuchten Socken wieder in die ausgekühlten und harten Stiefel zurück zu schlüpfen.

N


Not-Apotheke

Eine Not-Apotheke muss bei jedem Wanderritt dabei sein. Mehrere Reiter können sich eine Not-Apotheke teilen. Neben Verbandsstoffen, Kompressen und Desinfektionsmittel gehören eine Schere und Einmalhandschuhe hinein. Hier findest Du einen Magazinbeitrag über eine kleine homöopathische Notapotheke.

O


Orientierung

Zur Orientierung haben Wanderreiter eine Karte (siehe auch Karte) und/oder ein GPS-Gerät (siehe auch GPS) dabei. Solltest Du dennoch einmal die Orientierung verlieren, kehrst Du am besten so weit zurück, bis Du wieder weißt, wo Du bist. Ist dies nicht möglich, suche nach Straßen, Bächen oder nach markanten Geländepunkten, die Du auf der Karte wieder finden kannst.

P


Packtaschen

Packtaschen sollten stabil, wasserdicht und ordentlich zu befestigen sein. Ob aus Leder oder aus Synthetik – die Vorlieben sind individuell. Sie sollten nicht am Pferd scheuern und so gepackt werden, dass das Gewicht gleichmäßig verteilt wird. Bewährt haben sich für längere Wanderritte ohne Tross größere Hinterpacktaschen, kleine Vorderpacktaschen und ein Mantelsack oder eine Banane. Wichtig: Das Gepäck sollte auf jeden Fall vorab gewogen werden, um einzuschätzen, ob etwas zu Hause bleiben muss.

Q


Quartier

Das Netz an Wanderreitstationen (siehe auch Wanderreitstation) in Deutschland ist dicht und wächst stetig. Wanderreitstationen bieten eine auf die Bedürfnisse von Pferd und Reiter ausgerichtete Bleibe, denn die Betreiber sind normalerweise selbst Reiter und Pferdehalter. Am besten kündigt man seinen Besuch vorab bei den entsprechenden Quartieren an. Dann können auch Details zur Fütterung und Unterkunft im Vorfeld geklärt werden. Wer lieber wild im Zelt übernachtet, sollte einige Verhaltensregeln beachten und benötigt wesentlich mehr Ausrüstung (siehe auch Campen). In unserer Rubrik Gastgeber stellen wir Wanderreitstationen vor.

R


Reitweise

Das Wanderreiten ist keiner speziellen Reitweise zuzuordnen. Es ist dem Westernreiten jedoch deutlich näher als dem Dressursport. Wanderreiter sollten einen unabhängigen und gelösten Sitz haben und möglichst zügelunabhängig in allen Gangarten reiten können.

S


Sicherheit

Natürlich kann auch bei einem Wanderritt etwas passieren. Man kann die Gefahr von Unfällen und Notsituationen jedoch durch eine fundierte Ausbildung (siehe auch Ausbildung), durch eine geeignete Ausrüstung (siehe auch Ausrüstung) und durch die Einhaltung einiger Verhaltensregeln minimieren. Für den Reiter empfiehlt sich z. B. das Tragen eines Reithelms. Bei jedem Wanderritt gehört eine Not-Apotheke (siehe auch Not-Apotheke) ins Gepäck und die wichtigsten Telefonnummern, wie Tierarzt oder Notruf sollte man ebenfalls parat haben. Ansonsten gilt: Mit Umsicht, Vernunft und gesundem Menschenverstand ist viel gewonnen!

T


Tross

Trossfahrzeuge transportieren den Großteil des Gepäcks während eines Wanderritts. Viele Wanderreistationen bieten den Gepäcktransfer als kostenpflichtige Serviceleistung an. Die Reiter selbst müssen dann nur noch das Nötigste für den Tag mitnehmen, sodass sich das Gewicht des Gepäcks deutlich reduziert. Mit Tross zu reiten ist sehr komfortabel, man kann deutlich mehr mitnehmen, muss weniger vorausschauend planen und im Notfall kann der Tross Pferd und Reiter abholen. Doch für manchen ist es gerade der Reiz, sich auf das Nötigste zu beschränken und möglichst unabhängig zu reiten. Ob man mit Tross oder ohne auf Tour geht, bleibt schließlich jedem selbst überlassen.

U


Umwelt

Als Wanderreiter teilt man sich häufig Wege und Straßen mit anderen Menschen. Wanderer, Radfahrer oder Autofahrer, egal wem man begegnet, wichtig ist ein freundliches Verhalten und gegenseitige Rücksichtnahme. Ein fröhlicher Gruß hat schon manche Situation entspannt. Generell gilt: Man reitet ruhig, hintereinander und im Schritt an anderen Verkehrsteilnehmern vorbei. Man beschädigt nichts und man verlässt Rastplätze so, wie man sie selbst gerne vorfinden möchte: sauber und ordentlich. Fallen gelassene Pferdeäpfel müssen in Ortschaften und auf Gehwegen weggeräumt werden, sofern dies ohne Risiko möglich ist.

V


Verladen

Ein Wanderreitpferd sollte sich problemlos verladen lassen. Vielleicht beginnst Du Deinen Wanderritt nicht am heimischen Stall und musst erst zum Startpunkt fahren. Und wenn unterwegs ein Notfall eintritt, muss das Pferd schnell und sicher in den Hänger gehen. Übe das Verladen im Vorfeld, damit Du keine böse Überraschung erlebst. Lies dazu auch diesen Magazinbeitrag zum stressfreien Verladen von Pferden.

W


Wanderreitstation

Wanderreitstationen bieten die notwendige Infrastruktur für die artgerechte und komfortable Übernachtung von Pferd und Reiter (siehe auch Quartier). In vielen Regionen haben sich Netzwerke gebildet. Die teilnehmenden Wanderreitstationen dieser Netzwerke müssen häufig bestimmte Qualitätskriterien bestehen, sodass man einen hohen Standard der Unterkunft erwarten darf. Die meisten Stationen bieten neben Übernachtungsmöglichkeiten auch die Verpflegung von Ross und Reiter, Hilfestellung bei der Routenplanung oder sogar Gepäcktransfer an. Schau dazu auch mal in unsere Rubrik Gastgeber oder lies diesen Magazinbeitrag zum richtigen Verhalten auf Wanderreitstationen.

Z


Zeckenbiss

Bewegt man sich in freier Natur sind Zeckenbisse sowohl beim Pferd als auch beim Reiter nicht immer vermeidbar. Wichtig ist, dass eine Zecke rasch entdeckt und entfernt wird. Am besten geeignet ist eine Zeckenzange, die man problemlos in der Not-Apotheke (siehe auch Not-Apotheke) unterbringen kann. Beobachte die Bissstelle nach dem Entfernen der Zecke noch einige Tage lang. Bildet sich um die Bissstelle ein Ring, suche den Arzt auf.

newsletter floorad